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Wartung & Pflege

Altbau-Elektrik modernisieren in Regensburg: Welterbe, Siedlungshaus, Hochhaus

Vom Patrizierhaus bis zum Siedlerhaus: Woran Sie alte Elektrik erkennen und was zuerst saniert gehört.

3 Min. Lesezeit

Elektriker verlegt neue Leitungen in einer Altbauwohnung neben neuem Unterverteiler und altem SicherungskastenKI-generiert

„Altbau“ meint in Regensburg sehr verschiedene Häuser. Die Elektroinstallation in einem Patrizierhaus am Haidplatz hat mit der in einem Siedlerhaus der Konradsiedlung wenig gemein – außer, dass beide nie für Induktionskochfeld, Wärmepumpentrockner und Homeoffice ausgelegt wurden. Wer modernisieren will, sollte zuerst wissen, mit welchem Baualter er es zu tun hat.

Vier Regensburger Baualter und ihre Schwachstellen

  • Altstadt und Stadtamhof: Mittelalterliche Substanz, nach 1945 kleinteilig in Wohnungen geteilt. Typisch sind über Jahrzehnte gewachsene Leitungsnetze, Aufputzinstallationen, Zählerplätze im Gewölbekeller und Auflagen des Denkmalschutzes bei jedem Schlitz.
  • Siedlungen der 1920er bis 1940er: Reinhausen (Genossenschaftsbau 1919 bis 1930), Konradsiedlung (ab 1933 in Eigenleistung), Ganghofersiedlung in Ziegetsdorf (ab 1938), Kleinhäuser am Brandlberg. Die Häuser wurden mehrfach angebaut – jede Erweiterung brachte eigene Verteilerdosen, selten ein durchgängiges Erdungskonzept.
  • Nachkriegsbauten und Hochhäuser: Konradsiedlung (1962 bis 1967), Königswiesen-Nord (ab 1972). Ordentlich geplant, aber seit fünf bis sechs Jahrzehnten in Betrieb; Fehlerstromschutz fehlt, wo die Hausverwaltung nicht nachgerüstet hat.
  • Gründerzeit im Ostenviertel: Hohe Räume, lange Flure, zweiadrige Zuleitungen und „klassische Nullung“, bei der der Neutralleiter die Schutzaufgabe mitträgt.

Erkennungszeichen beim Rundgang durch die Wohnung

Steckdosen, hinter denen nur zwei Adern sitzen. Schraubsicherungen im Zählerkasten. Ein einziger FI-Schalter fürs Bad oder gar keiner. Lichtschalter, die sich warm anfühlen. Lampen, die kurz dunkler werden, wenn der Kühlschrank anspringt. Eine Wohnung, die an zwei oder drei Sicherungen hängt. Jedes dieser Zeichen allein ist ein Prüfauftrag, mehrere zusammen ein Sanierungsgrund.

Keller, Hochwasser, Zählerplatz

In Reinhausen, Weichs, Steinweg und auf den Wöhrden stand das Wasser früher regelmäßig im Keller; der Hochwasserschutz hat die Lage entschärft, Rückstau und Grundwasser bleiben ein Thema. Bei einer Modernisierung lohnt es sich, Zähler und Verteilung höher zu setzen und Kellerstromkreise separat abzusichern.

Teilweise oder komplett?

Eine Teilsanierung tauscht die Verteilung gegen eine mit Leitungsschutz- und Fehlerstromschutzschaltern, legt Küche und Bad auf eigene Stromkreise und ergänzt Schutzleiter dort, wo Wasser im Spiel ist – in bewohntem Zustand machbar. Die Komplettsanierung passt, wenn ohnehin Putz und Böden geöffnet werden: nach dem Kauf, vor dem Einzug, beim Dachausbau. Im Welterbe plant der Fachbetrieb die Leitungsführung mit der Denkmalpflege; Stuck, Vertäfelung und Bohlendecken bleiben unangetastet.

Seibel365 sitzt in Regensburg; für die Modernisierung Ihrer Hauselektrik vermitteln wir einen Fachbetrieb aus unserem Partnernetzwerk in Regensburg und Umland – und als Elektriker Notdienst sind wir rund um die Uhr erreichbar, wenn die alte Anlage vorher schlappmacht.

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