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Elektro-Wissen

FI-Schalter: Was Regensburger Haushalte am häufigsten fragen

Warum löst er aus, warum fehlt er im Siedlungshaus, darf man ihn brücken? FI-Fragen aus Regensburg.

2 Min. Lesezeit

Geöffneter Sicherungskasten mit FI-Schutzschalter und Leitungsschutzschaltern in einer Wohnung

Kaum ein Bauteil im Sicherungskasten wirft so viele Fragen auf wie der Fehlerstromschutzschalter, kurz FI oder RCD. Die häufigsten, wie sie bei Einsätzen in Regensburg und Umgebung gestellt werden, beantworten wir hier.

Warum fällt der FI, obwohl keine Sicherung auslöst?

Weil er etwas anderes misst. Der Leitungsschutzschalter reagiert auf zu viel Strom, der FI auf verschwundenen Strom: Er vergleicht, was in den Stromkreis hinein- und was zurückfließt. Fehlen mehr als 15 bis 30 Milliampere, trennt er den Kreis in Sekundenbruchteilen – lange bevor ein Mensch, über den der Strom abfließt, Schaden nimmt.

Warum passiert das bei Regen oder nach dem Duschen?

Feuchtigkeit schafft Kriechwege. Eine Außensteckdose am Gartenhaus in Dechbetten, eine Kellerleuchte in einem Gewölbe der Altstadt oder ein Waschmaschinenstecker neben der Dusche leiten bei Nässe kleine Ströme gegen Erde ab. Oft trocknet die Stelle ab und der FI hält wieder – ein Hinweis, dass dort eine Dichtung oder Isolierung nachgibt.

Warum hat meine Wohnung gar keinen FI?

Pflicht wurde der 30-mA-Schutz 1984 zunächst nur für Bäder, 2007 für alle Steckdosenstromkreise und 2018 auch für Beleuchtungskreise. Vieles in Regensburg ist älter: die Genossenschaftshäuser in Reinhausen, die Siedlerhäuser der Konradsiedlung, die Ganghofersiedlung, die Hochhäuser in Königswiesen-Nord aus den 1970er-Jahren. Bestandsschutz gilt, solange nichts verändert wird – wer umbaut, muss nachrüsten.

Was tun, wenn er nicht mehr einschaltet?

  1. Alle Leitungsschutzschalter ausschalten, dann den FI einschalten.
  2. Die Sicherungen einzeln zuschalten – bei welcher fällt der FI?
  3. In diesem Stromkreis alle Geräte ausstecken und den Verursacher durch Wiedereinstecken finden.

Fällt der FI schon ohne eingeschaltete Sicherungen, liegt der Fehler in der festen Installation. Überbrücken ist keine Option: Ein FI, der fällt, hat einen Grund gefunden, und ohne ihn liegt der Fehlerstrom unbemerkt an Gehäusen, Wasserleitungen oder Heizkörpern an. Dann hilft nur der Elektriker Notdienst.

Lässt sich der FI nachrüsten – und wie oft testen?

In Wohnungen mit separatem Schutzleiter ist das Nachrüsten im Verteiler überschaubar; in alten Zweidrahtanlagen mit „klassischer Nullung“ muss zuerst der Schutzleiter kommen, oft mit neuen Leitungen. Kombigeräte aus FI und Leitungsschutzschalter erlauben es, zunächst nur Bad, Küche und Außenbereich zu schützen. Die Prüftaste gehört zweimal im Jahr gedrückt. Für Bestandsaufnahme und Nachrüstung vermittelt Seibel365 von Regensburg aus Elektrofachbetriebe seines Partnernetzwerks – siehe Hauselektrik.

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