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Spartipps

Strom sparen im Alltag: ein Tag in einer Regensburger Wohnung

Vom Wasserkocher am Morgen bis zum Standby in der Nacht: Wo in Regensburger Haushalten Strom verschwindet.

3 Min. Lesezeit

Hand schaltet eine Steckdosenleiste mit Kippschalter aus, um Standby-Strom zu sparen

Stromsparen klingt nach Verzicht, ist aber vor allem eine Frage der Reihenfolge: Wo im Tagesablauf verschwinden die Kilowattstunden? Ein Rundgang durch einen typischen Tag – passend zu einer Stadt, in der mehr als jeder zweite Haushalt aus einer Person besteht und viele in Altbauwohnungen oder Studentenbuden leben.

Morgens: Warmwasser und Frühstück

Wer sein Warmwasser elektrisch erzeugt, hat hier den größten Posten. Ein Durchlauferhitzer zieht beim Duschen mehr Leistung als der restliche Haushalt zusammen; kürzer duschen und ein Sparduschkopf wirken direkt. In den REWAG-Nahwärmegebieten wie Burgweinting, Dörnberg oder dem Marina Quartier kommt das Warmwasser zentral, dort entfällt dieser Posten. Für den Kaffee gilt: Wasserkocher statt Herdplatte, und nur so viel Wasser erhitzen, wie in die Tasse passt.

Tagsüber: Homeoffice und Dauerläufer

Laptop statt Desktop-PC spart je Arbeitstag spürbar; Monitor und Drucker gehören an eine schaltbare Leiste. Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr: 7 Grad im Kühlteil und minus 18 Grad im Gefrierfach reichen, jedes Grad kälter kostet mehrere Prozent. Ein Gerät aus den 2000er-Jahren braucht oft doppelt so viel wie ein aktuelles – ein Strommessgerät aus dem Baumarkt oder von der Verbraucherzentrale zeigt es.

Abends: Kochen, Waschen, Licht

  • Topf mit Deckel, passende Plattengröße, Restwärme nutzen – das senkt den Verbrauch beim Kochen deutlich.
  • Waschmaschine voll beladen und mit 30 oder 40 Grad im Eco-Programm laufen lassen; der Trockner ist nach dem Durchlauferhitzer der größte Einzelverbraucher.
  • LED-Leuchtmittel überall dort, wo länger Licht brennt; in hohen Altstadtwohnungen lohnen gerichtete Leuchten statt Deckenflutern.

Nachts: Standby und die Heizlüfter-Falle

Router, Fernseher, Spielkonsole und Ladegeräte ziehen Strom, obwohl niemand sie nutzt. Eine schaltbare Steckdosenleiste je Gerätegruppe löst das. Gefährlicher als teuer ist der Heizlüfter im schlecht gedämmten Dachgeschoss: Zwei Kilowatt über acht Stunden sind 16 Kilowattstunden – pro Nacht so viel, wie ein sparsamer Kühlschrank in mehr als einem Monat braucht. An einer Mehrfachsteckdose überlastet er zudem Leitungen, die in Siedlungshäusern der 1930er-Jahre nie dafür gedacht waren. Schmorgeruch oder eine warme Steckdose sind ein Fall für den Fachbetrieb.

Der Zähler als Kontrolle

Lesen Sie den Zählerstand eine Woche lang jeden Abend ab. Ein Einpersonenhaushalt ohne elektrisches Warmwasser liegt bei etwa 1.300 bis 1.800 Kilowattstunden im Jahr; liegt Ihre Hochrechnung weit darüber, steckt meist ein Dauerläufer oder ein Defekt dahinter. Für die Suche nach heimlichen Verbrauchern und die Prüfung überlasteter Stromkreise vermittelt Seibel365 Ihnen einen Elektriker aus dem Partnernetzwerk in Regensburg – siehe Hauselektrik.

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